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ATB

Juni 23rd, 2009

ATB (* 26. Februar 1973 in Freiberg (Sachsen); bürgerlich André Tanneberger) ist ein deutscher DJ und Musikproduzent. Er zählt zu den erfolgreichsten DJs weltweit.

Zunächst war Tanneberger seit 1993 Teil des Dance-Projektes Sequential One. Seine erste Solosingle unter dem Kürzel „ATB“, 9 PM (Till I Come) (1998), erreichte Platz 1 in den englischen und Platz 14 in den deutschen Charts. Er machte sich somit weltweit einen Namen und erlangte mit dieser ersten Single in Dänemark, Australien, Schweden und in England Platinstatus. Darüber hinaus erhielt er Goldauszeichnungen in Südafrika, Italien und Norwegen. Das größte Erkennungsmerkmal der ersten ATB-Singles war die zu diesen Zeitpunkt unverwechselbare ATB-Gitarre, wie sie die Fans nennen. Die zweite Singleauskopplung Don’t Stop aus seinem Debütalbum Movin’ Melodies wurde wiederum in Dänemark und Schweden mit Platin ausgezeichnet, und mit der Single Let U Go mit Sängerin Roberta Carter Harrison aus Kanada folgte ein weiterer überall in den Charts vertretener Tophit.

Nach zahlreichen Nominierungen bei den Dance Music Awards und weiteren Auszeichnungen im Ausland gewann Tanneberger schließlich 2001 die WDR 1 Live Award Krone in der Kategorie „Beliebtester DJ“. Es folgten mehrere Studioalben, die fast allesamt den Sprung in die Top20 der deutschen Album-Charts schafften, so z.B. das Album „Addicted to Music“, das Platz 8 der deutschen Album-Charts erreichte. „Marrakech“, die erste Single aus dem 2004 erschienenen Longplayer „No Silence“, wurde der Titelsong zum Hollywood-Film „Mindhunters“ von Kultregisseur Renny Harlin (u.A. Deep Blue Sea, Die Hard 2, Cliffhanger). Des Weiteren war ATB an dem Projekt „Trance Allstars“ beteiligt, ein Zusammenschluss verschiedener deutscher Danceacts, der Remakes von älteren Dance-Titeln veröffentlichte.

Stilistisch bewegt sich ATB am ehesten zwischen Dream House und Trance. Im Ranking von djmag belegte er 2006 Platz 13 unter den Top DJs (weltweites Voting).

André Tanneberger lebt und arbeitet in Witten. Am 7. Juli 2005 heiratete er seine Freundin Anna; die kirchliche Trauung fand am 8. Juli statt.

Ende 2008 gründete André Tanneberger mit seinem langjährigen Freund und Produzentenkollegen Rüdiger Dittmann, besser bekannt unter dem Pseudonym Josh Gallahan, das Label “Bloom Records”, auf dem im Jahr 2009 erste Releases erscheinen sollen.

2008 förderte er Rudi Dittmanns Projekt “Jades” im Rahmen des Projektes IdeenSounds, eine Initiative, die sich zum Ziel gemacht hat den musikalischen Nachwuchs nachhaltig, langfristig und unabhängig von den kommerziellen Spielregeln des Musikmarktes aufzubauen. Sein Song Wrong Medication erscheint auf der ersten IdeenSounds Compilation.

Am 1. Mai 2009 wird das neue ATB Album “Future Memories” erscheinen, das wie das Vorgänger-Album “Trilogy” (2007) und “Two Worlds” (2000) wieder eine zweite CD mit Ambient-Sound enthält. André kündigte an, er habe “eine völlig neue Lösung gefunden, Trance in einem völlig neuen und frischen Gewand zu verpacken” und versprach “musikalisch einige Überraschungen”. Es ist bereits offiziell bekannt, dass die Sängerinnen Roberta Carter Harrison, Aruna, Tiff Lacey, Betsie Larkin und Haley Gibby von Summer of Space auf dem neuen Album vertreten sein werden. Außerdem arbeitete André Tanneberger mit den Künstlern Rüdiger Dittmann (Josh Gallahan / Jades), Apple & Stone und Flanders zusammen. In Sachen Singleveröffentlichung und Albumpromotion sollen 3 Singles mit dazugehörigen Videoclips zur selben Zeit vor dem Albumrelease veröffentlicht werden. Zwei Titel sind bereits bekannt, die mit What About Us und L.A. Nights betitelt wurden. Über den dritten Track hüllt sich Tanneberger noch in Schweigen.

Blank & Jones

Juni 23rd, 2009

Blank & Jones sind ein erfolgreiches DJ- und Produzenten-Duo im Bereich Trance und Dance aus Köln.

Das Team besteht aus Jan Pieter Blank (* 15. Juni 1971), René Runge (* 27. Juni 1968) und Andreas Kaufhold (eher im Hintergrund) (* 17. Dezember 1969). Blank und Runge haben schon als Teenager erste Erfahrungen als DJs gesammelt. Typisch für ihre Musik sind klare Strukturen und viele flächenartige Synthesizer-Akkorde.

Erste Musikveröffentlichungen erfolgten zum Teil auch unter dem Bandnamen Gorgeous mit Titeln wie zum Beispiel “Don’t Stop” (1996) und “Love Sensation” (1998).

Nach einigen weiteren erfolgreichen Singles unter dem Bandnamen Blank & Jones folgte 1999 das Debüt-Album und setzte den Erfolg fort. Ihr Best-of-Album The Singles enthält 22 Musikstücke u. a. Somebody und Catch. Die Single Catch entstand aufgrund des gleichnamigen Liedes der Gruppe Kosheen (1998). Auf dem Lied ist Elles DeGraaf zu hören. Das Musikvideo zu dieser Single wurde von Conchita Soares und Toni Froschhammer gedreht, und die Hauptrolle darin spielt Nadine Warmuth (aus der Serie Hinter Gittern).

Piet Blank stellt für die Lufthansa den regelmäßig wechselnden Club-Mix zusammen, der auf allen Lufthansa-Langstreckenflügen Teil des Onboard-Unterhaltungsprogramms ist.

Mit der Relax-Serie, die sich durch entspannte Ambient-Klänge auszeichnet, haben Blank & Jones auch im Chillout-Bereich Erfolg.

Blank & Jones haben drei verschiedene Radio Shows, welche man auf N-Joy beziehungsweise Di.Fm wöchentlich verfolgen kann. Montags von 19:00 bis 20:00 Uhr sendet Di.Fm die Show mit dem Titel The Mix. Diese Show besteht aus einem nonstopp Mix von Blank & Jones.

Die nächste Radioshow läuft Dienstags von 22:00 Uhr bis 23:00 Uhr auf N-Joy. Diese trägt den Namen Soundfiles Dance. Hier präsentiert das Dj-Team die neusten Tracks aus den Bereichen Trance, Dance und Techno.

Die dritte Radioshow, welche allein von Piet Blank gestaltet wird, trägt den Titel The Lounge. Wie der Name vermuten lässt, liegt der Schwerpunkt der Sendung im Chill Out Bereich. Es werden die neusten Tracks aus den Bereichen Chill Out, Lounge, Ambient und Light Jazz präsentiert. Empfangen kann man diese Show Sonntags von 22:00 bis 23:00 Uhr auf N-Joy oder Dienstags von 19:00 bis 20:00 Uhr auf Di.Fm.

Früher waren Blank & Jones ebenfalls auf 1Live in ganz Nordrhein-Westfalen zu hören. Legendär war der EINSLIVE - Partyservice jeden Samstagabend ab 20 Uhr. Diese Sendung wurde 2004 eingestellt, da EINSLIVE sich als “Junges Radio” positionieren wollte und die Zielgruppe von Blank & Jones nach dem Abflauen des Techno-Booms nicht mehr der des Senders entsprach.

Cosmic Gate

Juni 23rd, 2009

Cosmic Gate ist ein 1997 gegründetes DJ-Projekt von Stefan Bossems (* 27. Februar 1967 in Mönchengladbach) alias DJ Bossi und Claus Terhoeven (* 10. November 1972 in Duisburg) alias Nic Chagall.

Das Duo lernte sich 1997 durch Zufall in den Büroräumen eines deutschen Plattenlabels kennen. In der Folgezeit trug es maßgeblich zu Musikgeschichte des letzten Jahrzehnts bei und kreierte dabei auch einige Hits, die weltweit Erfolg hatten. Heute sind Cosmic Gate eines der bekanntesten und erfolgreichsten DJ-Duos der Welt. Auf „The DJ List“, einem Internetverzeichnis der angesagtesten DJs der Welt, wählte man sie auf Platz 23 und seit 3 Jahren in Folge haben sie einen festen Stammplatz in der DJ Mag Top 100, dem Who-Is-Who der erfolgreichsten DJs der Welt.

Produktionen wie „The Drums“, „Back To Earth“, „Exploration of Space“, „The Truth“, „Raging“ oder „Fire Wire“ stammen aus ihrer Feder.

Mit insgesamt sieben Top 40 Chart-Singles und zwei erfolgreichen Chart-Alben – „Rhythm & Drums“ and „No more Sleep“ - war das DJ-Duo in Deutschland in den offiziellen Media Control Verkaufscharts vertreten. Mittlerweile gibt es auch eine Vielzahl an Cosmic Gate Remixen u. a. für Tiësto (Urban Train), Ferry Corsten (Punk), Blank & Jones (DFF), Svenson & Gielen (Answer the Question) und Vanessa Mae (White Bird), usw.

Im Sommer 2005 veröffentlichten Cosmic Gate „Back 2 Back Vol. 2“, den zweiten Teil ihrer eigenen Mix Compilation Serie, auf dem weltweit führenden Trance-Label Black Hole Recordings.

Kai Tracid

Juni 23rd, 2009

Kai Tracid (bürgerlicher Name Kai MacDonald, * 17. Januar 1972, Frankfurt am Main) ist ein deutscher DJ, Labelbetreiber, Musiker und Produzent in der Musikrichtung Acid Trance.

Tracid ist ein Mischwort aus Trance und Acid, auch seine Tracks bestehen meist aus einer Mischung dieser Musikstile. Teils wird Kai Tracid auch als ein stilbildener Vertreter des Progressive Techno gesehen. Ansonsten zeichnen sich seine Veröffentlichungen durch sehr anspruchsvolle Songtexte aus, eine Seltenheit in der Trance-Szene. Bekannt wurde er 1997 mit der Single „Your Own Reality“. Er beteiligte sich außerdem zeitweise am Techno-Projekt Der Verfall. 1998 veröffentlichte Kai Tracid seine vierte Single „Liquid Skies“. Im November 2001 hatte er mit „Life Is Too Short“, welches auf der Melodie von „Flug auf dem Glücksdrachen“ aus dem Soundtrack der Unendlichen Geschichte-Verfilmung aufbaut, seinen ersten Top-10-Hit in den deutschen Single-Charts.

Aufgrund seiner Erfolge wurde er 1998 für den VIVA-Comet nominiert. Seit 1999 produziert er unter seinem independent Plattenlabel „Tracid Traxxx“ seine Musik, darauf unter anderem A*S*Y*S und Warmduscher.

Psytrance

Juni 23rd, 2009

Psytrance (kurz für: Psychedelic Trance, auch: Goa-Trance bzw. Goa oder Hippie-Trance) ist eine Richtung der elektronischen Musik und stellt ein Subgenre der Trance-Musik dar. Namensgebend waren Outdoor-Trance-Partys in den späten 1980er Jahren im indischen Bundesstaat Goa; der Musikstil wurde jedoch besonders in Europa weiterentwickelt. Nachdem Goa Trance zwischen 1994 und 1998 seine Hochphase hatte, entwickelte sich der Musikstil danach unter der Bezeichnung Psytrance weiter. Obwohl Goa in der Musikindustrie weitgehend von Psytrance verdrängt wurde, bestehen weiterhin freie Goa-Netlabels die sich dem ursprünglichen Goa-Trance verschrieben haben.

Musikalische Eigenschaften

Die Musik setzt sich aus 4/4-Takten zwischen ursprünglich 130 und 150 bpm zusammen, mittlerweile werden auch Geschwindigkeiten bis zu 160 bpm und mehr erreicht. Die Kicks sind deutlich energischer und kompakter als bei anderen Trance-Richtungen. Darüber hinaus versteht sich die Musik als recht experimentell. Beliebt sind Acidlines (ursprünglich durch den TB-303-Synthesizer) und andere organisch klingende synthetische Geräusche. Vocals wie beispielsweise beim House finden selten Verwendung, mitunter werden jedoch Vocoder-Stimmen und Gesang eingebaut. Vereinzelt werden auch Samples aus Spielfilmen oder Computerspielen eingemischt.

Anfang der 1990er-Jahre war die Musik gekennzeichnet durch die Einbindung akustischer Ethno-Elemente mit psychedelischem Charakter. In einer linearen Entwicklung war die Musik gegen Mitte der 1990er-Jahre geprägt von “orientalischen” Melodien auf Basis kräftiger Lead-Sounds der damaligen Synthesizer – untermalt von Acid-Sounds im Hintergrund und der Bassline. Gegen Ende der 1990er-Jahre wurde die Musik etwas langsamer, minimalistischer und unmelodisch, wobei der minimalistische Trance meistens mit atmosphärischen und düsteren Klängen mit hohem Hallanteil untermalt wurde. Bis zur Mitte der 2000er-Jahre entwickelte sich ein Stil, der Elemente aus dem Dub- und House-Bereich einbezieht und sehr melodisch erscheint.

Interpreten wie Raja Ram, Neelix und Dominic Sangeet bedienten sich neben dem Techno-Instrumentarium auch bei Blas- und Streichinstrumenten, oder sie arbeiten mit genrefremden Musikern zusammen, so dass auf Psytrance-Scheiben neben dem obligaten technoiden Sound auch Versatzstücke aus Ambient, Trip Hop, Worldmusic und vielen anderen Bereichen zu finden sein können. Für solche freien Stilmixturen wurden zahlreiche neue Stilbezeichnungen geschaffen: GoaTrance, PsyTrance, DarkPsy, ForrestTrance, Suomisoundi, Full On, ProgressiveTrance.

Als Psychedelic Chill Out wird eine ruhigere Variante des Psytrance bezeichnet. Diese verzichtet meistens auf eine gerade 4/4-Bassdrum und legt ihren Fokus auf sphärische Klänge.

Entstehung und Herkunft

Anfang der 1990er Jahre begann sich Psytrance im indischen Bundesstaat Goa, einem Ziel vieler Hippie trails aus den 1960ern, als Subgenre der House- und Technoszene abzugrenzen, das maßgeblich von ausländischen, oft deutschen und israelischen Rucksacktouristen initiiert wurde.

Während die Technoszene zu Beginn der 1990er-Jahre bereits die Plattenläden mit massig Veröffentlichungen füllte, blieb der Goa-Bereich zunächst von den Plattenlabels fern. Die Produzenten nahmen ihre Produktionen anfangs meistens auf DAT-Bändern auf, die sie an die DJs überspielten. Vereinzelt gab es Veröffentlichungen auf Plattenlabels aller Richtungen, wobei es erst im Jahre 1993 zur Gründung des ersten Goa-Labels kam. Dazu gehörten Dragonfly, Spiritzone, TIP, XL Recordings, Blueroom Released, Transient und Flying Rhino.
Interpreten wie Martin Glover (Killing Joke), Martin Freeland (Man With No Name), Simon Posford, Shakta, Nick Barber, Infected Mushroom, GMS, Dominic Sangeet und Dj F.R.E.E. etablierten den “Psytrance” auf Goa-Partys.

Der bekannte britische Produzent und Bassist Youth (Martin Glover) war Geschäftsführer eines Plattenlabels mit dem Namen Butterfly Records, das experimentelle Produktionen aus dem Postpunk-Bereich mit elektronischem Einfluss veröffentlichte. Da er bis dato immer häufiger Demo-Tapes aus dem Goa-Bereich zugeschickt bekam, entschloss er sich, ein Sublabel mit dem Namen Dragonfly Records zu gründen. Letztendlich boomte dieses Sublabel, während das Mutterlabel Butterfly kaum noch neue Veröffentlichungen brachte und ein paar Jahre später stillgelegt wurde.

Nach der Gründung von Dragonfly wurden innerhalb sehr kurzer Zeit weitere Goa-Labels gegründet, da es zu einer Flut an neuen Veröffentlichungen kam. Die Anzahl der Neuveröffentlichungen nimmt seit Mitte der 2000er-Jahre stets zu.

Psytrance Szene

Die von den Rucksacktouristen und während den 1960er Jahren ausgewanderten und noch heute in Indien ansässigen Hippies beeinflusste Goa-Kultur, propagiert eine lebensbejahende Sichtweise, und ist stark mit den Ideen und Symbolen der 68er-Bewegung verbunden. Neben der Musik gehören Elemente aus dem Lebensstil mittel- und fernöstlicher Völker, Naturverbundenheit und eine Kunst, die buddhistische Einflüsse mit der Flowerpower-Zeit und modernen Malereien verbindet, zu dieser Philosophie.

Die ursprünglich in Goa ansässige Szene entfernte sich, nachdem die indische Regierung einige Reformen durchführte, welche die Freiheiten der dort lebenden Aussteiger enorm einschränkte und sich in dem Gebiet zunehmend Pauschaltourismus etablierte. Die Subkultur in Indien wurde für tot erklärt und nach Europa und Israel verlagert. Immer häufiger fanden so genannte Goa-Partys in ganz Europa und dem Mittelmeerraum statt, die nach der bekannten Mentalität ablaufen sollten.

Seit den 1990er-Jahren hat sich eine weltweite Szene von Liebhabern dieser Musikrichtung gebildet. Neben Israel und Deutschland existieren auch in England, Skandinavien, der Schweiz und anderen Teilen Europas viele Anhänger der Bewegung. In Südamerika, Südafrika, und Osteuropa entwickelte sich eine in den folgenden Jahren stark aufstrebende Szene, die unter anderem durch interessante Musikproduktionen für viel Bereicherung sorgte.

Lediglich in den USA ist die Goa-Szene deutlich unterrepräsentiert; nur an der Westküste und im Raum New York finden vereinzelte Veranstaltungen statt. In vielen der hier nicht genannten europäischen Ländern, etwa in Österreich, Frankreich, Italien oder auch Tschechien, nahm die Freetekno-Bewegung den Platz der musikalisch verwandten Goa-Szene ein. Wesentliche Unterschiede sind jedoch im anderen Selbstverständnis und Erscheinungsbild der Freetekno-Gemeinschaft zu finden. So agiert die Freetekno-Szene nach wie vor mehrheitlich im Untergrund und lässt per Selbstdefinition auch keine Kommerzialisierung zu, wie sie bei Goa bereits begonnen hat.

Mit der Zeit wurde das Publikum aus der Techno-Szene von den Goa-Partys immer häufiger angezogen, was sowohl die Veranstaltungen als auch die Musik stets weiterentwickelte. Die Musik wurde gegen Ende der 1990er-Jahre zunehmend minimalistischer und unmelodischer und auch Techno- und Progressive House-Veröffentlichungen wurden auf Goa-Partys einbezogen. Während dieser Zeit entstand auch der Name Psytech für diese monotone, kühlere und oftmals auch härtere Variante des Psytrance, womit dieses Subgenre auch begrifflich vom wärmeren und organischeren Trance abgegrenzt wurde.

Psyevents und Festivals

So genannte Goa-Partys sind häufig mehrtägige Veranstaltungen, auf denen Goa und Psytrance gespielt wird. Oft gibt es einen „Chillout“-Bereich, in dem ruhigere Musik gespielt und oftmals Chai gereicht wird. Im Sommer finden Goa-Partys bevorzugt im Freien statt. Den Besuchern wird meist die Möglichkeit gegeben, auf dem Veranstaltungsgelände zu campen. Die größten Veranstaltungen dieser Art finden in Norddeutschland statt und erreichen zum Teil Besucherzahlen von 10.000 bis zu 35.000, wie zum Beispiel das ehemalige VooV Experience Festival (heute VuuV) und das ehemalige Lovefield-Festival.

Im Sommer finden die meisten Anlässe in freier Natur an Stränden, in Wäldern oder vereinzelt im Gebirge statt.

Waren die Preise für Eintritt und Getränke früher meistens niedriger als bei Trance-Partys in Clubs, sind sie in den letzten Jahren z. T. deutlich gestiegen, besonders bei den großen Events.

Innerhalb der Goa-Bewegung werden Respekt und Toleranz gegenüber anderen Menschen sowie der Umwelt als grundlegende Werte verstanden und auf den Veranstaltungen in einer friedlichen und entspannten Atmosphäre zum Ausdruck gebracht.

Hinsichtlich sozialer und nationaler Herkunft, Alter und Kleidung ist die Szene sehr heterogen. Das Publikum bilden sowohl von der Technokultur beeinflusste Jugendliche, als auch Neo- und ursprüngliche Hippies der 1960er Jahre. Auch für Kleinkinder werden bei mehrtägigen Veranstaltungen meistens Bereiche reserviert, um den Eltern den Besuch zu ermöglichen. Größere Veranstaltungen haben häufig ein internationales Publikum.

Zu den größeren Goa-Festivals zählen in Deutschland u. a. Antaris Project, Fullmoon Festival, Gathering of the Tribes, Tshitraka Project, VuuV Festival, Indian Spirit und Waldfrieden Wonderland.

International von Bedeutung sind insbesondere das Boom Festival in Portugal, das Rainbow Serpent Festival in Australien, das Soulclipse (wechselnder Veranstaltungsort), das Zoom Festival in der Schweiz, Universo Paralello in Brasilien und das Ozora Fest in Ungarn. Ein sehr bedeutendes Ereignis ist Earthdance, eine Benefizparty, die rund um die Welt zur selben Zeit stattfindet.

Bei manchen dieser Freiluft-Musikfestivals wird allerdings inzwischen nicht mehr ausschließlich Psytrance gespielt. Es werden bei vielen Veranstaltungen mehrere Tanzflächen eingerichtet, auf denen unterschiedliche Musikstile gespielt werden.

Da es in vielen Orten kein Angebot an offiziellen Goa-Partys gibt, werden häufig private bzw. nicht angemeldete Goa-Partys veranstaltet. Diese Veranstaltungen finden meist auf Waldlichtungen, Burgruinen oder in alten Fabrikgebäuden statt.

Dekoration

Auf Psytrance Events werden - sowohl bei der Kleidung als auch bei der Dekoration - häufig fluoreszierende Farben verwendet. Bilder stellen meistens Sujets wie Aliens, Märchenfiguren (Gnome, Elfen oder Waldgeister), Zauberpilze und Motive und Symbole aus dem Hinduismus, Buddhismus, Shivaismus oder Schamanismus oder verschiedene geometrische Muster ‘Mandalas’ dar (siehe auch: Techno-Kunst).

Drogen

Kritik erfährt die Goa-Szene besonders wegen des Drogenkonsums. Er ist insbesondere Auffällig, da unter den Konsumenten eine szenebedingte Vorliebe für psychedelische Drogen existiert. Die meisten psychedelisch wirkenden Rauschmittel sind als “nicht-verkehrsfähig” und “nicht-verschreibungsfähig” in das Betäubungsmittelgesetz eingestuft. So werden die Substanzen verwendet um, zusammen mit dem Einfluss der Musik, einen Trance-Zustand hervorzurufen.

Es überwiegt der Konsum von Cannabis und halluzinogenen Drogen, z.B LSD und so genannten „Magic Mushrooms“, die die Wirkstoffe Psilocin / Psilocybin enthalten. Drogen wie z.B MDMA (Ecstasy) und Amphetamine werden eher seltener konsumiert und teilweise sogar abgelehnt. Verbreitet sind auch legale Drogen wie z.B Betelnuss, Guarana oder das so genannte Herbal Ecstasy.

Abgrenzung zu Goa und Progressive Trance

Der Begriff Psychedelic Trance bzw. Psytrance wurden später als Synonym für Goa bzw. Goa-Trance eingeführt, da die Szene in Goa nicht mehr existierte und der Bezug im Namen aufgrund der Veränderungen fragwürdig erschien. Unabhängig vom verwendeten Begriff machte die Musik jedoch von 1990 bis heute einen ständigen und deutlich hörbaren Veränderungsprozess durch.

Eine genaue Abgrenzung zwischen Psytrance und Goa ist heute nicht möglich, denn oft waren die Psytrance-Musiker Goa-Veteranen und umgekehrt gehörten Psytrance-Scheiben zum Repertoire der Goa-DJs. Die sich um die beiden Begriffe ausbildende Szene ist auch weitgehend identisch. Von vielen werden die beiden Begriffe Psytrance und Goa heute synonym verwendet, andere wiederum betrachten Goa als ein Subgenre des Psytrance. Der klassische Goa-Sound ist in den melodiöseren, oftmals orientalisch beeinflussten Tracks der 90er-Jahre zu finden; neuere Produktionen laufen meistens unter der Bezeichnung Psytrance, die ursprünglich vor allem von Produzenten aus England verwendet wurde.

Eine weitere Unterscheidung wird innerhalb der Szene zwischen Psychedelic Trance und Progressive Trance getroffen.

Progressive Trance unterscheidet sich von Psychedelic Trance vor allem in der Geschwindigkeit. Progressive Trance wird eher in den unteren Bereichen der angegebenen Geschwindigkeitsspanne gespielt. Des Weiteren verwendet man weniger der oben genannten TB-303-Melodien und dafür mehr Atmosphäre erzeugende einzelne Geräusche. Während Progressive eher melodiös erscheint, wirkt Psytrance eher maschinell. Beide Richtungen haben jedoch den stark komprimierten Kick und die rollende bzw. hüpfende Bassline gemeinsam.

Während in der Schweiz die Partys gewöhnlich voneinander getrennt werden, spielt man auf den Partys in Deutschland oft einen Mix aus beidem. Die DJs wählen dabei aber meistens eine Richtung, an die sie sich ihr Set über halten.

Trance hat mit der Zeit, besonders durch Überschneidung mit anderen Musikrichtungen, einige Untergenres entwickelt, die ihren eigenen Charakter haben. Hier wären zu nennen:

 

Acid Trance

Acid Trance bezeichnet eine Kreuzung zwischen Acid Techno und Trance, die sich teilweise auch mit Hard Trance überschneidet. Verbreitet war diese Unterform von Techno vor allem in den Jahren 1993 und 1994. Schnelle, Sechzehntel-betonte Sequenzen des Roland TB-303wurden mit sanften und warmen Synthesizer-Flächen, manchmal auch Melodien verbunden. Das Tempo kann beim Acid Trance variieren.

Im Jahr 1997 wurde Kai Tracid mit seiner Single Your Own Reality bekannt, in der er die damals typischen Trance-Strukturen mit einer Acid-Linie vermischte. Sein Name setzt sich aus “Trance” und “Acid” zusammen und er wird oft als Begründer dieser Stilrichtung bezeichnet - doch kam er tatsächlich erst Jahre nach dem eigentlichen Zenit dieser Musikrichtung, die inzwischen schon wieder in Vergessenheit geraten war.

 

Dream House

Dream House [ˈdɹɪːmhaʊs] (auch Ibiza Trance) nennt man eine relativ langsame Mischung des Trance mit Elementen aus House undEurodance mit prägnanten Melodien. Das Genre war Mitte der 90er Jahre sehr erfolgreich.

Charakteristisch für den Dream House sind die „träumerischen“, meist melancholischen Melodien, die von einem tanzbaren 4/4-Beat unterlegt sind. Auf House verweist eigentlich nur der relativ langsame Beat, die sonst anzutreffende Funkyness ist im Dreamhouse sehr stark zurückgenommen. Der archetypische Titel des Dream House ist Children von Robert Miles (1996), der die Welle zum Rollen brachte. Spätestens ein Jahr danach war der ganze Hype jedoch wieder vorbei. Verwandt mit dem Dream House, aber meist härter und weniger „träumerisch“, ist der Pizzicato Trance.

 

Dutch Trance

Dutch Trance wird als Bezeichnung für Trance-Musik aus den Niederlande verwendet. Zwischen Mitte und Ende der 90er-Jahre löste Trance den Hardcore Techno und Gabber in den Niederlanden als populärste Richtung der elektronischen Tanzmusik ab. Vor allem die DJs undProduzenten Tiësto, Armin van Buuren und Ferry Corsten gaben dem niederländischen Trance einen eigenen Charakter. Sie verwendeten neben speziellen Klangfarben und Strukturen auch Gesang, was sich bis dahin in der internationalen Trance-Szene (wahrscheinlich aufgrund der Nähe zur Popmusik) keiner großen Beliebtheit erfreute. Mit Songs wie Tiëstos In Search Of Sunrise Remix von “Silence” (von Delerium) etablierte sich Dutch Trance in Diskotheken und bei Großveranstaltungen.

 

 

Epic Trance

Epic Trance ist eine in der traditionellen Songstruktur gehaltene Form des Trance mit sehr prägnanten Melodien, die in seltenen Fällen sogar als „Hymnen“ für Veranstaltungen komponiert wurden. Extreme Form des Uplifting Trance, auch Anthem Trance.

 

 

Hard Trance

Hard Trance bezeichnet eine „härtere“ und (oft) schnellere Unterart des Musikstils Trance mit Einflüssen aus Hardcore Techno und des Öfteren auch Acid Techno. Der härtere Eindruck entsteht durch eine dominiererende Bassline und aggressiveren Melodie-Elementen sowie einer anderen Wahl der Töne (Instrumente) z. B. 303-Acid-Lines (dann zum Teil eng verwandt mit Acid Trance) und häufigeren Einsatz vonVerzerrer-Effekten (Hoover Sound). Obwohl beim Hard Trance härtere Klänge und mechanische Rhythmen zum Einsatz kommen, kann Hard Trance im Gegensatz zu Progressive Trance und Tech-Trance zu den melodie-orientierten Trance-Stilen gezählt werden.

Hard Trance erlebte in den Jahren 1992 bis 1998 einen Boom, so dass einige Titel nicht nur in den Clubs und auf Raves, sondern auch in den Verkaufscharts erfolgreich waren. Dieser Umstand führte jedoch zu einer Trivialisierung und daraufhin als Gegenreaktion zu einem vorübergehenden Rückgang der Popularität dieser Musikrichtung. Zudem sank die Geschwindigkeit vieler neu produzierter Hard-Trance-Tracks nach dem Boom. Viele Elemente des Hard Trance wurden vom Hands Up aufgenommen. In letzter Zeit ist Hard Trance stärker mit Tech-Trance verschmolzen und gewann so wieder an Popularität. Zudem führte Hard Trance um etwa 2001 herum zu Hardstyle.

 

Pizzicato Trance

Pizzicato-Trance ist ein kommerzieller Ableger der Trance-Musik, der Ende der 90er Jahre kurzzeitig erfolgreich war.

Hauptmerkmal des Genres ist die konsequente Verwendung des elektronischen Pizzicato-Streicher-Sounds, der sowohl als Lead- als auch als Rhythmus-”Instrument” genutzt wird. Die Struktur der Tracks ist meist sehr simpel und von einem einfachen Bass-Schema unterlegt.

 

Progressive Trance

Progressive Trance ist eine Unterform des Trance in Verbindung mit Progressive House, die vielerorts als die ursprüngliche Trance-Form angesehen wird.

Die Grundstruktur orientiert sich an Techno. In einer Geschwindigkeit von etwa 130 bis 135 Beats per minute wird im 4/4-Takt jedes Viertel mit einer Bass drum betont. Hi-Hats und Snares sind typischerweise auf gerade (d. h. nicht punktierte) Sechzehntel verteilt. “Progressiv” bedeutet “fortschreitend”, “aufbauend”. Damit ist der typische, sukzessive Aufbau der Kompositionen gemeint, der sich meist über mehrere Minuten erstreckt und stark im Gegensatz zur klassischen Strophe-Refrain-Struktur steht, die man auch oft bei Trance antrifft. Diese Musikart charakterisiert weiterhin ein gewisses Maß an Innovation. Lieder sind meist minimalistischer ausgeprägt, vor allem aber sind sie gekennzeichnet durch eine feinere Ausarbeitung und mehr Detail. Die Tonwahl orientiert sich an der Harmonik, vermittelt aber kaum klassische Melodien und Songstrukturen wie bei Trance.

Typische Vertreter sind: James Holden, Andy Moor, Perry O’Neil, Markus Schulz, Özgür Can, Gabriel & Dresden, Armin van Buuren, DJ Taucher und Dr. DNA & Neelix

 

 

Psytrance

Psytrance, die kommerzielle Variante des ursprünglichen Goa-Trance, ist eine euphorisierende Mischung aus Trance mit EBM-Einflüssen, die auf schnellen Sechzehntel-Mustern aufgebaut ist.

 

Tech Trance

Tech Trance ist äußerst perkussiv und rhythmusbetont, seine Verwandtschaft zu den oft monotonen Techno-Richtungen wie Progressive Techno, Schranz oder Detroit Techno lässt sich nicht verleugnen. Tech-Trance lebt weniger von Melodien als viel mehr von aufwendigen Rhythmus-Arrangements und ausgeklügeltem Sound-Design. Dennoch gibt es durchaus auch tonal gespielte Synthesizer-Sounds; allerdings viel mehr in Form von kurzen Melodie-Fragmenten oder perkussiv gespielten Akkorden, welche sich perfekt in das Rhythmus-Gebilde eingliedern. So entsteht eine hypnotisierende, tranceartige Stimmung. Richtige Melodien oder komplexe, mehrtaktige Harmonieverläufe - wie sie z.B. beim Vocal Trance vorkommen, gibt es bei Tech Trance kaum.

Heimat des Tech-Trance sind die Clubs, auf großen Raves und im Radio wird dieser Stil so gut wie nie gespielt.

Tech Trance wird oftmals mit Progressive Trance verwechselt und in der Tat gibt es große Überschneidungen. Im Gegensatz zu Progressive Trance klingt Tech Trance allerdings härter, rhythmischer, elektronischer, weniger sphärisch und hat weniger Tiefe, ist dafür aber umso hypnotischer. Ein weiteres Unterscheidungs-Merkmal ist das um einiges höhere Tempo (135−145 BPM).

 

Uplifting Trance

Uplifting Trance wird heute im allgemeinen oft als Trance bezeichnet. Bezeichnende Merkmale sind eine relativ komplexe prägnante Melodie, energievolle Sounds und rollende Basslines um die 135−140 BPM. Häufig wird diese Form des Trance auch in traditioneller Songstruktur gehalten, wobei derartige Stücke gelegentlich explizit als „Hymnen“ für Veranstaltungen komponiert wurden.

 

Balearic Trance

Balearic Trance hat seinen Ursprung auf den Balearen (hauptsächlich Ibiza). Er weist deswegen auch Ähnlichkeiten mit Ibiza House (Balearic House) auf. Balearic Trance ist ziemlich ruhiger Trance und liegt so bei ca. 130 BPM. Er spielt auf das dortige schöne Wetter, das Meer und schöne Sonnenuntergänge an. Ein typisches Merkmal von Balearic Trance sind akustische Gitarren, Xylophone, Percussion (Trommeln), Meer- und Tiergeräusche.

Bekannte Interpreten & Djs: - DJ Shah, auch bekannt als Sunlounger - Chicane - Envio

 

 

Vocal Trance

Vocal Trance nennt man den Teil der Trance-Musik, in dem Gesang eine prägende Rolle eingeräumt wird. Vocal Trance hat ein eher langsameres bis mittleres Tempo (134 bis ca. 142 BPM) und ist äußerst melodie- und harmoniebetont; der Song-Aufbau orientiert sich im Gegensatz zu anderen Trance- und Techno-Stilen noch mehr an der Pop-Musik und deren Song-Strukturen. Die Übergänge zum GenreHands Up sind fließend. Aufgrund dieser Eigenschaften ist dieser Stil charts- und radio-tauglich. Hierbei handelt es sich um den etwas kommerzielleren Vocal Trance und er ist vor allem in Belgien verbreitet.

Trance Geschichte

Juni 19th, 2009

Schon vor den 90er-Jahren wurde Trance in England von The KLF ins Leben gerufen, die ihre Stilrichtung im Original von What Time is Loveaus dem Jahr 1988 und Last Train to Trancentral aus dem Jahr 1989 „Pure Trance“ nannten, was zur damaligen Zeit eine völlig neue Musikrichtung war, welche Acid Techno und House ergänzte. Trance hat sich danach als musikalische Stilrichtung zu Beginn der 90er-Jahren vor allem in Deutschland entwickelt und durchgesetzt, gegen Mitte bis Ende des Jahrzehnts auch wieder in England und denNiederlanden.

Entwickelt hat sich Trance aus der Musikrichtung Acid House und später auch Techno. Trance ist jedoch sehr viel melodischer und besticht durch vielfältige Effekte und Klänge aus den verschiedensten Musikrichtungen.

In der Anfangszeit waren an der Entwicklung die Produzenten des Frankfurter Eye Q-Labels rund um den Star-DJ Sven Väth maßgebend beteiligt: Ralf Hildenbeutel, Stevie B-Zet und Matthias Hoffmann (A.C. Boutsen). Ihre Projekte hatten unterschiedliche Namen, unter anderemCygnus X, Odyssee of Noises oder Earth Nation. Die Veröffentlichungen erfreuen sich auch heute noch großer Beliebtheit. In Berlin gehörtenHarald Blüchel (Cosmic Baby) und Paul van Dyk, in Frankfurt Technoclub-Gründer Talla 2XLC und DJ Dag zu den erfolgreichsten Vertretern.

Um die Jahre 1993 und 1994 nahm der Anteil an einfachen Produktionen zu, alte volkstümliche Lieder wurden gecovert, und während die Trance-Szene einen großen Zuwachs hatte, geriet sie innerhalb der Techno-Bewegung zunehmend in Verruf.

Ab dem Jahr 1996/1997 nahm das Interesse an Trance innerhalb des deutschsprachigen Raum stark ab und konzentrierte sich auf einige wenige Charterfolge, wie zum Beispiel Children (Robert Miles) oder Seven Days And One Week (BBE). Dagegen entwickelte sich Ende der 1990er-Jahre in den Niederlanden und in England eine eigene Trance-Kultur mit eigenen Persönlichkeiten wie Tiësto, Armin van Buuren,Ferry Corsten, Sasha, Above & Beyond und Paul Oakenfold.

Trance Musik

Juni 19th, 2009

Trance ist eine Form der elektronischen Tanzmusik, die sich in den 1990er Jahren vom härteren Techno abspaltete und sich mehr nach den der Harmonik entsprechenden Akkorden und Melodien bei einem Tempo von rund 125−148 BPM richtet.

Der Grundrhythmus steht im 4/4-Takt, in der Regel wird jedes Viertel durch eine Bass drum betont. Ergänzende Elemente sind Hi-Hats (auf den Und-Zählzeiten) und Snares/Handclaps (meist auf den Zählzeiten 2 und 4). Im Gegensatz zu Techno folgen Trance-Produktionen derHarmonik. Dabei werden eher Moll-Grundtonarten verwendet, manchmal sogar nur Quint-Oktav-Klänge. Das Harmonieschema ist eher einfach strukturiert; Erweiterungen wie Quartvorhalte, Sexten, Septimen oder Nonen werden zusätzlich verwendet, aber schnell aufgelöst und nicht als Dissonanzen stehengelassen oder weitergeführt. Die Harmonien bestehen typischerweise aus tragenden Synthesizer-Akkorden (oft als Arpeggio) und höheren Melodie-Sequenzen. Dabei werden die Harmoniefolgen immer wieder wiederholt, so entsteht eine monotone Sphäre, in die der Hörer sich fallen lassen kann (Trance). In den 90er-Jahren wurde für Basslinien häufig auch der Roland TB-303 eingesetzt. Wie auch einige andere Stilrichtungen der elektronischen Musik hält sich die Trancemusik nicht an das Schema von Strophe und Refrain, sondern setzt – insbesondere durch Breaks und Buildups – auf Spannungsaufbau. Hier kann man auch von Progressive Trance sprechen.